Die Zadarer Sphinx

Zadar wird Sie immer wieder mit seinen zahlreichen Denkmälern, Geschichten und Erzählungen über vergessene Teile der reichen Vergangenheit der Stadt überraschen. Eine von diesen Erzählungen ist die von der Zadarer Sphinx.

Falls Sie das Stadtviertel Brodarica besuchen wollen, raten wir Ihnen den Weg von dem Zadarer Stadtkern zu kürzen, indem Sie die traditionelle Bootsfahrt mit den „barkajoli“ nehmen. In diesem kleinen Ruderboot werden Sie die zwei Ufer des städtischen Hafens in knappen 1,5 Minuten überqueren, und bei Điga genau vor der Haus Luxardo – dem ehemaligen Gebäude der Fabrik Maraska aussteigen. Auf einem angenehmen Spaziergang entlang der Promenade in Richtung Nordwest werden Sie in zehn Minuten zu einem der schönsten Stadtteile kommen.

Alte Villen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurden, sind immer noch unglaublich schön und einige von ihnen haben wunderschön eingerichtete Gärten. Vor solch einer Villa in der Bucht Maestral (Dražanica), werden Sie bestimmt mit Überraschung die Zadarer Sphinx erblicken!

Archaeologisches Museum Zadar

Gegründet wurde das archäologische Museum bereits im Jahr 1832 und gilt als das zweitälteste Museum in Kroatien und gehört zu den ältesten Museen in diesem Teil Europas. Die Archäologischen Sammlungen des Museums beinhalten bedeutende Funde und Befunde aus der Römerzeit und der Vorgeschichte, der Steinzeit, Altsteinzeit und Eisenzeit sowie Funde von dem 7. bis zu dem 12. Jahrhundert, welche eng verbunden mit dem materiellen und spirituellen Erbe der Kroaten  in Verbindung steht.

Das Museum hat eine Dauerausstellung, eine umfangreiche Restaurierungswerkstatt, eine  Bibliothek, und im Gefüge des Museums bestehen noch das Museum der Antiquitäten von Nin und das Heimatsmuseum Benkovac.
Das archäologische Museum befindet sich in einem Neubau im Zentrum des historisch römischen Stadtkerns Iader, in der Nähe des römischen Forum und Kapitol und der Hauptstraße, der Kalelarga.

In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die romanische Kathedrale der Heiligen Anastasia, das Kloster und die Kirche der Heiligen Maria mit der Dauerausstellung der Kirchenkunst „Gold und Silber der Stadt Zadar “ und die vorromanische Kirche des Heilige Donatus. Nach den Werten seiner Befunde und Funde gehört sie zu den wichtigsten Museen Kroatiens.

Arsenal (Die Waffenkammer)

Das Arsenal legten die Venezianer als Waffenlager für ihre Kriegsmarine an. Es wurde neben der Stadtmauer errichtet und trug den Namen Großes Arsenal zur Unterscheidung vom einige hundert Meter entfernten Kleinen Arsenal. Hier legten die Kriegsschiffe an und füllten ihre Lager auf.

Das Arsenal ist eines von sieben derartigen Objekten, die bis heute erhalten sind. Das ursprüngliche Gebäude ist zur Gänze bewahrt, und alle modernen Anbauten wurden in Zusammenarbeit mit Konservatoren vorgenommen. Die Außenmauern datieren aus dem 18. Jahrhundert, die Betonkonstruktion und der Dachstuhl aus den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

Mit dem Niedergang Venedigs verlor das Arsenal seine ursprüngliche Funktion, diente aber weiterhin als Lagerhallen. Der Raum gewann durch die Umgestaltung des Jahres 2005 ein neues Leben, als er mit Hilfe von Investitionen der Arsenal Holdings GmbH für den Bedarf der Zadarer und ihrer Gäste geöffnet wurde. Der Raum wurde als überdachter Stadtplatz gestaltet.

Riva (Stadtpromenade)

Sie ist eine repräsentative Stadtpromenade mit Blick auf den Kanal von Zadar, die Inseln Ugljan und Pašman sowie auf in die Weite des Meeres, das sich in Richtung Nordwesten öffnet.

Riva entstand nach 1874, nachdem die Festungsmauern der Stadt abgerissen wurden und die Stadt in Richtung des Meeres geöffnet wurde. Bis 1906 wurden an der Küste 18 repräsentative öffentliche Gebäude und Wohngebäude sowie ein Kai für Schnellboote errichtet.

Im Laufe des 2. Weltkrieges wurde durch Bombardierungen ein großer Teil der Gebäude zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde ein großer Teil durch hortikulturelle Einrichtung ersetzt.

Foša

Das Landtor wurde 1543 nach Plänen des venezianischen Architekten Michele Sanmicheli im Renaissancestil in Form eines Triumphbogens mit drei Toren errichtet. Es bildete damals den Hauptzugang zur Stadt.

Im Stadtkern von Zadar findet man auf Schritt und Tritt Überreste der Vergangenheit: Mauern, Türme und imposante Tore.  Unter den Türmen sticht der Kapitänsturm hervor und unter den Toren die Kopnena Vrata – Landtor, ein Meisterwerk aus der Spätrenaissance. Vom Statthalterpalast und Palast des Großkapitäns führt der Weg nach Südosten zum Landtor und malerischen Hafen Fosa.

Vom Landtor führten steinerne Stufen und eine Holzbrücke zum Zolltor, das heute in ein Fischrestaurant im kleinen Hafen integriert ist. Der mittlere Bogen des Landtors zeichnet sich durch die eingemeißelte Figur des hl. Chrysogonos auf dem Pferde aus, das Wappen der Stadt Zadar, über dem sich der monumentale Markuslöwe befindet, das Wappen der Republik Venedig.

Gold und Silber von Zadar

(SICU – Dauerausstellung der Kirchenkunst) In der Bauanlage der Marienkirche bzw. ihres Klosters, deren Objekte im II. Weltkrieg sehr beschädigt waren, wurde 1972 eine repräsentative Sammlung ausgestellt – die Dauerausstellung der Kirchenkunst – eine der wertvollsten Ausstellungen in Kroatien, populär „Gold und Silber von Zadar“ genannt.

Die Ausstellung „Gold und Silber von Zadar“, die der kroatische Schriftsteller Miroslav Krleža 1951 iniziert hat, ist 1976 in eine Dauerausstellung der Kirchenkunst übergewachsen im Rahmen des Zadarer Benediktinerinnenklosters der Hl. Maria, eines der ersten Kapitalobjekte der kroatischen Kultur. Anlässlich der Ausstellung hat Krleža eines seiner besten Essays geschrieben, indem er das Gold von Zadar rühmt. Auf ca. 1200 m2 Fläche in 8 modern ausgestatteten Sälen glänzt das Gold und Silber von Zadar.

Zu sehen ist noch das rekonstruierte Innere der altchristlichen Kirche Sv. Nediljica aus dem 11 Jh., Schriftstücke, Skulpturen, Stickereien, Wandteppiche, Reliefe usw. als Beweis einer reichen Vergangenheit Zadars vom 8 bis 18 Jh.. Besonders im Mittelalter war dieses Gebiet ein wichtiges kulturelles Zentrum. In den Reliquiaren und Kelchen, Skulpturen, Bildern und Stickereien ist die Freude und Hoffnung, die Geduld, das Leiden und der Glaube der turbulenten Vergangenheit dieses Gebietes eingewoben. 

Fuenf Brunnen Platz

Vor dem Raum des Kapitänsturms und der Stadtmauer befand sich bis zum 16. Jahrhundert ein tiefer Verteidigungsgraben. Nachdem die Gefahr vor einem Angriff der Türken zur Gewissheit wurde, errichtete man an diesem Platz eine Festungsmauer.

Die dauerhafte Belagerung zwang die Erbauer der Stadt, ausreichend Mengen an Trinkwasser vorzusehen und zu sichern. Indem man die existierenden Gräben für die Wasserzufuhr verwendete, wurde eine große Zisterne mit fünf geschmückten Brunnen errichtet.

Heute ist das der Fünf-Brunnen-Platz. Es sind auch Teile des Aquädukts erhalten, über den das Wasser direkt aus dem Vraner See hergeleitet wurde. Als keine Kriegsgefahr mehr bestand, ließ der österreichische Befehlshaber, General Ludwig Freiherr von Welden, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Hafendämmen der Bastion Grimani den ersten öffentlichen Park in Dalmatien einrichten. Heute ist dieser Park mit fünf Brunnen der bildreichste Teil in Zadar.