Traditionelle Pilgerfahrt auf die Muttergottes-Insel

Die Erscheinung Muttergottes auf der Insel Zečevo und die traditionelle Pilgerfahrt auf die Insel Zvečevo, die bei Ebbe zum Uferteil wird, ist eng mit einer interessanten Geschichte verbunden.
 
Diese Geschichte bringt uns ins 16. Jahrhundert zurück. Die Türken hatten wegen ihrer Niederlage in Nin, die Kirche und das Kloster auf der Insel Zečevo niedergebrannt, alle Mönche getötet und die Statue mitgenommen. Der Legende nach endete die Statue im Meer, fand aber ihren Weg nach Nin und erschien in 1516 der Witwe Jelena. Eine Botschaft wurde dadurch dem Volk übermittelt, welche die Tränen der Mariastatue bestätigten.
 
All das wurde zum guten Grund jedes Jahr am 05. Mai und am 05. August, eine einmalige Prozession auf der Insel Zečevo durchzuführen. Den Einwohnern und vielen Besuchern bleibt diese Prozession lange in Erinnerung. Für viele Gläubige und Andere zeigt dieses interessante Ereignis eine Verbindung mit der Vergangenheit und gibt Kraft für die Zukunft.

Die Feier ‚Muttergottes von Zečevo“

Jedes Jahr, anfangs Mai, kommen unzählige Pilger nach Nin um die Mariaerscheinung zu feiern. Aufgrund schriftlicher Daten und offizieller Anerkennung der damaligen Diözese in Nin, weiß man, dass die Heilige Maria am 05.05.1516, der Schäferin Jelena Grubišić auf der Inselchen Zečevo, erschien.
 
So wurde Nin zu einem wichtigen Mariaerscheinungsort, den jedes Jahr im Mai viele Gläubige besuchen. Der Feiertag ‚Muttergottes von Zečevo‘ findet jeden ersten Montag im Monat vor Christi Himmelfahrt statt. Nach der Messe beginnt die festliche Prozession durch die Stadt Nin, die zu dieser Gelegenheit besonders schön geschmückt wird.
 
Pilger und Gläubige tragen die wundertätige Statue ‚Muttergottes von Zečevo‘ und singen die Hymne ‚Gute Mutter von Zečevo‘ und andere Lieder, die der Heiligen Maria gewidmet sind. Die wundertätige Erscheinung ‚Muttergottes von Zečevo‘ wird dreimal jährlich gefeiert – am 05. Mai, am offiziellen Feiertag und am 05. August. 

Die Altstadt von Pag

Die Altstadt von Pag liegt einen Kilometer südlich des heutigen Stadtkerns. Was einst eine große und reiche Stadt war, ist heute eine archäologische Stätte und ein Schrein. Die romanische Marienkirche mit der Statue der Muttergottes und die Überreste eines Franziskanerklosters sind erhalten geblieben.

Die Einwohner von Pag begeben sich traditionell jedes Jahr an Mariä Himmelfahrt auf Wallfahrt von der Altstadt in das neue Pag; hierbei tragen Sie eine Statue der Heiligen Jungfrau Maria vor sich her. Die Votivprozession reicht zurück in das Jahr 1885. 1852 wurde die Stadt Pag von einer Choleraepidemie heimgesucht, die in Abständen wütete. Um eine Ansteckung zu verhindern, wurden alle Gräber aus der Stadt und den Kirchen verlegt. Am Mariä Himmelfahrtstag 1885 versammelten sich die Einwohner von Pag spontan in der Altstadt um die Marienstatue und beteten um Rettung vor der grausamen Krankheit. Sie trugen die Statue zur Pfarrkirche von Pag.

Die letzten Choleraopfer wurden am 16. August desselben Jahres, dem Fest des Heiligen Rochus, begraben.Damals gelobten die Einwohner von Pag, die Statue Mariens jedes Jahr an Mariä Himmelfahrt nach Pag zu bringen und sie 22 Tage lang – bis Mariä Geburt – in der Kirche auszustellen, damit die Gemeinde ihr danken und für Rettung, Gesundheit, Frieden und Liebe beten kann.

Gipfel Sveti Vid

Sveti Vid (St. Veit) ist der höchste Gipfel der Insel Pag und liegt 348 m über dem Meeresspiegel. Dort wurde im 14. Jahrhundert die kleine St. Veitskirche erbaut. Von hier erstreckt sich ein Ausblick auf die meisten Ortschaften der Insel (Pag, Kolan, Šimuni, Mandre und Košljun) sowie auf die Nachbarinseln (Rab, Lošinj, Silba, Olib und Maun).

Mehrere markierte Wanderwege führen von Dubrava und Kolan zum Sveti Vid Gipfel. Ein neu angelegter Weg, der vom alten Kern von Šimuni zum Gipfel führt, kann auch mit dem Auto angefahren werden.

Salzlagerhäuser

Die Salzlagerhäuser gehören zur Klasse der Denkmalbauten; sie befinden sich gegenüber dem Stadtkern von Prosika. Sie zeugen von der utilitaristischen Architektur vergangener Zeiten und der Bedeutung der Salzproduktion für die Pager Bevölkerung.
 
Die ersten drei Lagerhallen wurden im 17. Jahrhundert gebaut, die übrigen sechs während der zweiten österreichischen Verwaltung.