Višeslavs Taufkapelle

Die Taufkapelle des Fürsten Višeslav, des ersten kroatischen Fürsten, der um das Jahr 800. regierte, gehört zu den wichtigsten Denkmalen der Kirchenausstattung. Dieser 6-seitige Steinbehälter ist der Beweis des Christentumverbreitens unter Kroaten. Beim Taufen wurden Gläubige in dieses Taufbecken untergetaucht.
 
Eine Kopie des Taufbeckens kann man in Nins Antiquitätenmuseum sehen, aber das Original wird in Split aufbewahrt, im Museum der kroatischen archeologischen Denkmale. Am Rand des 6-seitigen Taufbeckens befindet sich diese Inschrift: ‚Diese Quelle empfägt die Schwachen um sie aufzuklären. Hier wird ihre Erbsünde, die sie von ihren Stammeltern erbten, vergeben, hier werden sie Christen und hier bekennen sie ihren Glauben an die Dreieinigkeit.
 
Dieses Taufbecken entstand in Frömmigkeit vom Priester Ivan, in der Zeit des Fürsten Višeslav und im Ehren Johannes dem Täufer, um ihn und seine Behüter zu schützen‘. Auf dem Taufbecken ist auch ein Kreuz, das die Auferstehung Jesu darstellt.

Die Kirche des Heiligen Ambrosius

Die Kirche des Heiligen Ambrosius aus dem 13. Jahrhundert ist eine romanisch-gottische Kirche mit einem Kirchenschiff. Sie ist den Oberen Stadttüren nahegelegen und befindet sich an der Stelle des ursprünglichen benediktinischen Klosters des Heiligen Ambrosius.

Ihr Bau geht ins Jahr 941. zurück. Das Kloster bekam seine heutige bauliche Gestalt im Jahr 1992. Die Vorderseite hat romanische Eigenschaften und einen einfachen Eingang. Über dem Eingang befindet sich eine Öffnung in Kreuzform, während sich weiter oben ein schmales romanisches Fenster befindet.

Das halbzylindrische Kirchengewölbe ist aus Rauhwacke gebaut und von der Innenseite wurde sie mit zwei Bändern verstärkt. Die Überreste im Untergrund sind der Beweis, dass die Kirche eine halbkreisförmige Apsis hatte. Die heutige viereckige Apsis in Größe 5x4m wurde später nachgebaut. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche renoviert und ausgebaut. Ihre jetzige bauliche Gestalt bekam die Kirche 1992. Dank der besonderen Akustik werden in dieser Kirche außer Messen auch Konzerte gehalten.

Die Kirche des Heiligen Anselm

Die Bischofskirche des Heiligen Anselm liegt in Nins Zentrum. Sie war eine Kathedrale während der Zeit der kroatischen Volksherrscher aber auch dannach. Sie wurde im 6. Jahrhundert gebaut und während der Regierung von König Zvonimir in 1070 renoviert.
 
Seitdem hat sie mehrmals größeren Schaden erlitten. Ihre heutige bauliche Gestalt erhielt sie im 18. Jahrhundert. Auf die Glockenturmseite lehnt sich die Kapelle der Heiligen Marcella aus dem 15. Jahrhundert an. Man nennt sie auch ‚Muttergottes von Zečevo‘. Hier befindet sich die Muttergottesstatue mit ihrem Sohn in den Armen. In der Kappele ist auch ein Grabstein des Bischofs Jurje Divnić aus der Renaissance. Die Statue wurde in 1646 nach Zadar gebracht um sie vor den Venezianern zu schützen.
 
Jedoch brachte man sie 10 Jahre später in die Kappele zurück, wo sie auch heute liegt. Die Muttergottes, die man in Nin als ‚Muttergottes von Zečevo‘ verehrt, wird auf besondere Art gefeiert. Deswegen ist dort der Hauptwallfahrtsort der Erzdiözese Zadar.
 

Der Glockenturm der Bischofskirche des Heiligen Anselm liegt westlich von der ursprünglichen Kathedrale und ist ein in Stein bearbeitetes und unabhängiges Gebäude. Vor ungefähr 30 Jahren wurde große konservatorische Renovierung an der Kirche durchgeführt und dabei wurde ihre originelle bauliche Gestalt enthüllt. Man glaubt der Turm sei aus dem 13. Jahrhundert, und er wurde vermutlicherweise im 17. Jahrhundert rekonstruiert.

Die Kirche des Heiligen Nikolaus

Ein erkennbares Symbol Nins ist die Kirche des Heiligen Nikolaus, die sich im Feld ‚Prahulje‘ befindet. Diese Kirche zeugt über Herrscher aus kroatischen Dynastien und spricht somit nicht nur für Nins sondern auch für kroatische Geschichte. Der mündlichen Überlieferung nach, wurden in Nin sieben Könige gekrönt.
 
Jeder Herrscher kam mit seinem Gefolge nach Nin und danach zur Kirche des Heiligen Nikolaus angeritten. An dieser Stelle zeigte er sich dem Volk mit symbolischen Ritual. Auf diesem Hügel schnitt er mit seinem Schwert die vier Weltseiten durch die Luft ein.
 
Die kleine Kirche wurde auf einem Hügel gebaut und genau auf diesem Platz kann man unvergessliche Sonnenuntergänge erleben. Im Hügel befinden sich noch unerforschte und vorgeschichtliche Gräber. Die Kirche ist 5.90m lang und 5,70m breit, 6m hoch (Innendurchmesser) und misst eine Wandbreite von 50cm.
 
Wegen der bestehenden Türkengefahr wurde im 16. – 17. Jahrhundert noch eine achtürmige Mauerkrone dazugebaut, die als Beobachtungsstelle diente. Die Kirche des Heiligen Nikolaus ist das einzige frühromanische Architekturexemplar in Dalmatien, welches in dieser Gestalt erhalten wurde. Ihr Ursprung wird mit Ende des 11. und dem Anfang des 12. Jahrhundert verbunden.