Der antike Hafen

Die Überreste sprechen eindeutig: schon seit dem 9. Jahrhundert vor Christus war Nin ein starkes Maritim- und Handelszentrum und ein wichtiger Hafen an der östlichen Adriaküste. Liburni, ein wichtiger illyrischer Stamm, gründete ihn unter dem Namen Aeona, der eine bedeutende Handelsfunktion hatte.

Dieser antike Hafen des alten Nins gehört zu den größten und aufgrund der Ausgrabungen zu den bedeutendsten Häfen dieser Zeit an der adriatischen Küste. Er lag auf dem Gebiet des heutigen Orts Zaton, südwestlich von Nin.

Auf dem Kap ‚Kamenjača‘, in der unmittelbaren Nähe von der Anlage ‚Zaton Holiday Resort‘, sind während der Ebbe Wellenbrecherüberreste und antike Wände aus dem 1. Jahrhundert vor Christus zu sehen.

Mosaiken

Wie lebte man früher? Was machten die Einwohner Nins? Auf dem Gebiet Banovac wurden die Überreste einer römischen Villa ‚Urbana‘ gefunden. Sie war 17x30m groß.
 
Aufgrund der Überreste sind viele andere Tatsachen über das Stadtleben der damaligen antiken Aeona zum Vorschein gekommen. Dazu zählen auch gefundene und selten gesehene Bodenmosaiken mit Tieren- und Pflanzengestalten sowie Mosaiken mit geometrischem Dekor.
 
Den Konservatoren und Archäologen nach datieren diese auf das 2. Jahrhundert.

Der römische Tempel

In Nins Zentrum, an der Stelle des ursprünglichen römischen Forums, befinden sich die Überreste eines römischen Monumentaltempels, einst des größten Tempels an der adriatischen Ostküste. Diese datieren von der Hälfte des 1. Jahrhunderts nach Christus, der Zeit des römischen Kaisers Vespasianus (69. – 79. nach Christus).
 
Die Inschrift auf dem Fries der Tempelvorderseite trägt seinen Namen. Im Tempelgrundriss sind zwei Teile etwa gleicher Größe leicht erkennbar: eine Cella (ein Raum der Gottheit) auf der westlichen Seite und vor ihr ein Atrium auf der östlichen Seite. Die Größe des Tempels war 33m in Länge und 23,5m in Breite.
Die Cella wurde durch zwei Seitensäulen in drei Räume aufgeteilt.
 
Vermutlicherweise waren dort Götterstatuen aufgestellt. Der Mittelraum war vom Atrium durch ein Portal zugänglich, und davon wurden die Oberbalke (Architrav) und die Türstutze (Lintel) aufbewahrt. Vor dem Tempel befand sich ein geräumiger Vorhof, der auf der östlichen Vorderseite 6 Säulen mit behauenen Dachrinnen hatte.
 
Eine monumentalische Treppe, deren Überreste man noch heute erkennen kann, führte zum Podium. Dazu wurde noch eine korintische, 17m hohe Säule errichtet.

Das Salzmuseum

Das was für manche Gold ist, das ist für Nin Salz – ein Naturschatz, eine Lebensquelle, aber auch eine Tradition, die nicht lange her zur einmaligen Insitution und touristischen Attraktion gemacht wurde – das Salzmuseum. Wenn Sie die traditionelle Salzherstellung sehen möchten oder wenn Sie ein besonderes Interesse für Salzsouvenire haben oder ‚Fleur de Sel‘, den Kaviar unter Salzarten, kosten möchten, dann ist das Salzmuseum der richtige Ort für Sie.

Dieses Museum bringt Sie in die einzigartige Welt der Saline in Nin. Sie unterscheidet sich vollkommen von allem was Sie gesehen, erlebt oder gekostet haben. Die Museumsgeschichte über Salz – die ihren Anfang bei der Eröffnung Nins Saline in 1955 sieht, beginnt mit der Geschichte über Gesundheit, Ausnutzungssarten und über Werkzeuge und Ausrüstung, die man dabei gebrauchte. Hier kann man ebenfalls einheimische kroatische Salzprodukte kaufen und ‚Fleur de Sel‘ kosten.

‚Fleur de Sel‘ ist der Beweis einer ökologischen und traditionellen Herstellung, aber auch eine besondere Verfeinerung jeder hochqulitäten Speise. ‚Fleur de Sel‘ ist sehr reich an Mineralen und hat viele medizinische Wirkungen, daher ist es sehr wertvoll und zehnmals teuerer als das übliche Salz.

Die Souvenirangebote wie Schokoladen und Kekse mit verschiedenem Geschmack sind für alle Feinschmecker sehr anziehend. Einzigartig bei diesen Produkten ist eben dieses ‚Fleur de Sel‘. Der Angebot wegen einer anspruchsvollen Herstellungsart begrenzt.

Die Schatzkammer ‚Gold und Silber der Stadt Nin‘

Viele Kirchen in Nin, die nicht aufbewahrt wurden und jene, die bis heute noch existieren, sind echte Schatzkammer mit unzähligen Kunststücken. Ein Teil davon wird in Nins Kirchenkunstsammlung ‚Gold und Silber der Stadt Nin‘ aufbewahrt, die sich im neugebauten Teil neben der Bischofskirche, der ehemaligen Kathedrale, befindet. Hier können Stücke aus den Zeiten der Diözesegründung, aber auch ältere gesehen werden.

In dieser Sammlung befinden sich auch die wertvollen Beschützerreliquiare des Heiligen Anselm, Heiligen Ambrosius und der Heiligen Marcella aus dem 8.-15. Jahrhundert. In diesem Museum werden auch Holzschnitzereien und Gelübdegeschenke an ‚Muttergottes von Zečevo‘ gehalten. In der Kirchenschatzkammer ‚Gold und Silber der Stadt Nin‘ befinden sich auch: eine Judas Silbermünze, der Ring vom Papst Pio II. aus dem 15. Jahrhundert, ein Gemälde Muttergottes Erscheinung und andere wertvolle Stücke.

Nins Antiquitätenmuseum

Wenn man Nins Geschichte in kurzer Zeit kennen lernen möchte, dann ist ein Besuch dieses Museums die richtige Wahl. Seine Austellung kann in sieben Räumen gesehen werden. Diese Ausstellung umfängt die wichtigsten Geschichtsepochen Nins Entwicklung.

Jede Epoche wurde in mehrere thematische Teile aufgegliedert, wo man den reichen archeologischen Fund, thematische und andere Leitfäden, Rekonstruktionen, Modelle, Fotografien und Grundrisse sehen kann.
Die zwei originellen altkroatischen Schiffe sind die wertvollsten Stücke in diesem Museum. Sie sind aus dem 11. Jahrhundert und unter dem Namen Condura Croatica bekannt. In ihrer unmittelbarer Nähe befinden sich auch eine Teilkopie des Schiffes Serilia Liburnica aus dem 1.

Jahrhundert, die Kopie des Taufbeckens vom Fürsten Višeslav und unzählige Überreste aus urgeschichtlichen, römischen, altchristlichen und altkroatischen Epochen Nins Geschichte und Lebens. Das wertvolle Erbe ist so groß weil das Interesse für archelogische Ausgrabungen auf diesem Gebiet schon vom 1777 datiert, als die ersten kleineren Ausgrabungen erwähnt werden. Den Höhepunkt erleben die Ausgrabungen am Ende des 19. Jahrhunderts. Während dieser Zeit wuchs die Nummer der Exemplare und die Austellungsorte wurden gewechselt.

Die permanente Austellung wurde 1999 presentiert und seit 2005 ist sie durch eine neue Konzeption, Organisation und durch den heutigen Namen geprägt.

Das altkroatische Schiff ‚Condura Croatica‘


Nins Geschichte ist eine Geshichte über Wohlstand, der auf Salz, einer langen Seetradition und leicht erkennbaren Schiffen Condura Croatica beruht.

Diese Schiffe wurden am Hafeneingang 1966 gefunden. Sie wurden 1974 nach Zadar gebracht und danach began ihre Desalinierung, Konservierung und Restaurierung derselben. Diese Schiffe wurden ende des 11. und anfangs des 12. Jahrhunderts verwendet. Man vermutet, dass Kaiser Konstantin Porfirogenet diese Schiffe im 10. Jahrhundert erwähnte, als er über die altkroatische Kriegsflotte sprach. Das ist auch der Grund weshalb sie Condura Croatica genannt werden.
 
Interessanterweise sind sie die kleinsten aber auch die gefährlichsten Schiffe der Weltgeschichte. Aufgrund der Beschreibungen des byzantinischen Kaiser Porfirogenet weiß man, dass Kroaten etwa 80 solche Schiffe hatten. Sie waren 7-8m lang, sehr schmal und in klassischer Art und Weise gebaut, mit Rippen und Platten durch hölzerne und eiserne Nägel verbunden. Man verwendete sie als schnelle Ruderschiffe.
 
Diese Schiffe wurden wahrscheinlich in der Zeit der kroatischen Volksherrscher Krešimir IV. und Zvonimir gebaut und verwendet. Historische Schriften zeigen, dass es während des Königs Krešimir IV. in Kroatien 20 000 Ruderer der Condura Schiffe gab. Andere Quellen zeigen, dass der König Krešimir nur in Nin 15 000 Ruderer hatte.
 
Die gefundene Condura Croatica befindet sich in einem besonderen Pavillon in Nins Antiquitätenmuseum. Eine Kopie wurde im Meer in der Nähe der Unteren Stadtbrücke ausgestellt. Das ist aber nicht alles, denn in demselben Museum kann man eine Kopie des Schiffes Serilie Liburnice aus dem 1.
 
Jahrhundert sehen. Das ist das gleiche Schiff, das man im antiken Hafen in heutigen Zaton gefunden hat. Wenn man sich ein Bild über diese historische Schiffe vorstellen möchte, dann muss man nicht unbedingt ins Museum gehen. Für den Anfang ist es genug, den Blick weit auf das offene Meer zu richten und schon sieht man hunderte von hölzernen Schiffen, die Meisterstücke des traditionellen Schiffbaus. Diese nennt man Nins kleine Ruderboote. Sie zu sehen und in ihnen zu fahren ist eine wahre Begegnung mit der Tradition und ein unbeschreiblicher Genuß ebenfalls. Die Geschichte und die Gegenwart werden für Sie eine Einheit.

Glagolitische Schrift

Der Bischof Grgur von Nin war einer der herausragendsten Bischöfe in Nin. Er kämpfte besonders für die kroatische Volksschrift Glagoliza und die altslavische Sprache. Die ältesten literarischen und historischen Dokumente dieser Region wurden in Glagoliza geschrieben. Das war der wahre Beweis einer uralten Kultur aber auch eines nationalen Identitätsbewusstseins und patriotischer Liebe. 1925 schrieb der Historiker Kerubin Šegvić folgendes darüber:
 
‚Ein Kulturvorteil auf den Kroaten stolz sein können ist unter anderem auch die eigene Schrift. Jedes Volk, welches das Christentum annahm und getauft wurde, bekam auf seiner Sprache übersetzte heilige Schriften und Klerus. Nach dem Taufen und dem schriftlichen Versprechen dem römischen Papst, in dem die Kroaten verkundeten mit ihren benachbarten Völkern in Frieden zu leben, bekamen sie heilige Liturgiebücher, ihren Klerus und ihren ersten Bischof von Nin.
 
All das wurde im 9. und 10. Jahrhundert bestätigt. In der glagolitischen Schrift entstanden die wertvollsten literarisch-historischen Werke. Kroaten sind sehr stolz auf dieses Denkmal, das als Beweis einer uralten Kultur und Beharrlichkeit dient.‘

Glagolitische Akten aus dem 20. Jahrhundert kann man in Nin auf dem Denkmal des Fürsten Branimir wie auch auf der Bedachung des Brunnens vor der Kirche des Heiligen Anselm sehen.