Heilige Marcella und Heiliger Anselm – Die Beschützer der Stadt Nin

Ist es überhaupt möglich ohne Glück, Weisheit und ohne wahre Unterstützung durch dynamische Geschichtsepochen zu schreiten? Dabei Glaube und Friede bewahren und weiter entfalten? Auf einem Gebiet vielfältiger Natur sein Leben führen und erfolgreich zu bleiben?
 
Einwohner, Besucher und alle, die Nin kennen, wissen, dass Nins Beschützer eine wichtige Rolle dabei spielen mussten. Wenn Sie Nin am 25. und 26. August besuchen, bekommen Sie eine einmalige Möglichkeit die Beschützer von Nin, die Heilige Marcella und den Heiligen Anselm, durch besondere Kirchenfeste kennenzulernen und zu feiern. Den Beschützern wurde die Bischofskirche, eine ehemalige Kathedrale (6-18.Jhr.), gewidmet.
 
Der Volksüberlieferung nach kam der Heilige Anselm, einer von den 72 Jesus‘ Schülern, nach Nin, um dort und in der Umgebung Christenlehre zu verkündigen und sie zu verbreiten. Dank dieser Überlieferung weiß man auch, dass die Heilige Marcella, aus dem Evangelium des Lukas, eine Hausfrau bei Martha, Maria und Lazarus war, und dass sie bei der apostolischen Verkündung in Nin dem Bischof Anselmo und dem Diakon Ambrosius eine große Hilfe war.
 
Der Heilige Anselmo, Ambrosius und die Heilige Marcella waren die ersten Verkünder des Christentums auf dem Gebiet von Nin und Umgebung. Ihre Reliquien werden seit den ersten Tagen des Christentums in wertvollen Reliquiaren aufbewahrt und verehrt. Diese gehören zu den wertvollsten Gegenständen der Kirche und stellen besondere Geschenke von religiösen und staatlichen Vertretern dar. Auf dem barocken Hauptaltar in Nins Pfarrkirche befindet sich ein Gemälde von den Heiligen Anselmo, Ambrosius und Marcella.
 
In dem untergelegenen Schrein werden Reliquien der Heiligen Marcella aufbewahrt. Der Festtag der Beschützer von Nin ist immer sehr festlich und stellt für die Einwohner, wie auch für Besucher und Gäste eine Möglichkeit fürs Feiern und Freude dar.

Sonnen- und Lichtfesttag in der Kirche ‚Heiliges Kreuz‘

Welche Geheimnisse und außerordentliche Ideen und Wege der Vervollkommnung, die unserem Gehirn noch immer unerreichbar sind, werden in der ‚Heiliges Kreuz‘ Kirche verborgen? Wie ist es möglich, dass ein Spiel der Sonne, des Lichts und des Schattens so viel über die Zeit, Jahreszeiten und Monate sagen kann, unfehlbar wie ein Kalender oder eine Sonnenuhr!

Das erste Festspiel der Sonne und des Lichts fand in der ‚Heiliges Kreuz‘ Kirche am ersten Sommertag in 2009, am internationalen Astronomietag statt und es war eine einzigartige Veranstaltung.

Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort! Diese Veranstaltung, einzigartig wie die Kirche selbst, da man sie als die kleinste Kathedrale der Welt bezeichnet, beruht auf Valorisierung der astronomischen und architektonischen Werte der Kirche ‚Heiliges Kreuz‘ – einer vorromanischen Kirche mit kreisförmigen Grundrissen und mit einer Kuppel, die besondere Eigenschaften hat. Auf jeder Kirchenseite befindet sich nämlich eine ovale Öffnung und ihr Bau wie auch ihre Lage sind eng mit der Winter- und Sommersonnenwende und der Tag- und Nachtgleiche verbunden.

So dient sie durch das ganze Jahr als () Sonnenuhr oder () Kalender. Die Beobachtung des Licht- und Schattenspiels ist für Kinder und Erwachsene, Wissenschaftler und Besucher ein besonderes Erlebnis. Jeder Besuch ist eine neue Möglichkeit die astronomische und architektonische Bedeutung dieser Kirche hervorzuheben. Manche Fachmänner vergleichen sie mit Stonehenge.

Dank der Pracht des Licht- und Schattenspiels in diesem einzigartigen Gebäude, sowie der Aufregung wegen dem Sommeranfang, zieht diese besondere Veranstaltung jedes Jahr mehr Bewunderer an, die auch an kreativen Werkstätten teilnehmen oder interessante wissenschaftliche und fachliche Vorträge besuchen.

Nins Wettkampf ‚Šokolijada‘

Möchten Sie ‚Šokol‘, die einzigartige Spezialität aus Nin, kosten und dabei zusehen wie er hergestellt wird?! Obwohl man ihn in jedem Gasthaus in Nin finden und essen kann, viel mehr bedeutet bei einer solchen Veranstaltung anwesend zu sein. Nähmlich, seit 2003 wird ein Wettkampf veranstaltet, der jeden Juli viele Experten in Šokol-Herstellung zusammen bringt.
 
Einwohner, Besucher und Gäste nehmen auch teil und genießen die Veranstaltung mit allen Sinnen. Die ganze Geschichte beginnt schon am Jahresanfang, wenn das Fleisch den Wettkampfteilnehmern verteilt wird, und sie endet im Juli, wenn man den besten Herstellern, den sogennanten ‚Šokolari‘, Preise verleiht.
 

‚Šokol‘ ist ein geräuchertes Schweinefleischprodukt mit einzigartigem Geschmack. Für seine Herstellung ist nicht nur das feinste und hochqualitäte Schweinefleisch von großer Bedeutung, sondern auch Salz aus Nin, Gewürze, sowie der Wind Bora, der ständig durch Pflanzen vom Velebit aromatisiert wird. Der Schweinenacken wird zuerst für einpaar Tage in Salz gelegt, dann wird er in Rotwein eingetaucht und mit verschiedenen Gewürzen gefertigt.

Alles andere kann man dem Wind Bora und Rauch verdanken, sowie der geheimen Rezeptur, die von Mund zu Mund weiter übertragen wird. Schriftliche Spuren gibt es keine. Deswegen ist der Sieg für Teilnehmer eine Sache des Prestiges, während für alle Anwesenden der Wettkampf ein vollkommer Genuß ist. Guten Appetit!

Traditionelle Pilgerfahrt auf die Muttergottes-Insel

Die Erscheinung Muttergottes auf der Insel Zečevo und die traditionelle Pilgerfahrt auf die Insel Zvečevo, die bei Ebbe zum Uferteil wird, ist eng mit einer interessanten Geschichte verbunden.
 
Diese Geschichte bringt uns ins 16. Jahrhundert zurück. Die Türken hatten wegen ihrer Niederlage in Nin, die Kirche und das Kloster auf der Insel Zečevo niedergebrannt, alle Mönche getötet und die Statue mitgenommen. Der Legende nach endete die Statue im Meer, fand aber ihren Weg nach Nin und erschien in 1516 der Witwe Jelena. Eine Botschaft wurde dadurch dem Volk übermittelt, welche die Tränen der Mariastatue bestätigten.
 
All das wurde zum guten Grund jedes Jahr am 05. Mai und am 05. August, eine einmalige Prozession auf der Insel Zečevo durchzuführen. Den Einwohnern und vielen Besuchern bleibt diese Prozession lange in Erinnerung. Für viele Gläubige und Andere zeigt dieses interessante Ereignis eine Verbindung mit der Vergangenheit und gibt Kraft für die Zukunft.

Die Feier ‚Muttergottes von Zečevo“

Jedes Jahr, anfangs Mai, kommen unzählige Pilger nach Nin um die Mariaerscheinung zu feiern. Aufgrund schriftlicher Daten und offizieller Anerkennung der damaligen Diözese in Nin, weiß man, dass die Heilige Maria am 05.05.1516, der Schäferin Jelena Grubišić auf der Inselchen Zečevo, erschien.
 
So wurde Nin zu einem wichtigen Mariaerscheinungsort, den jedes Jahr im Mai viele Gläubige besuchen. Der Feiertag ‚Muttergottes von Zečevo‘ findet jeden ersten Montag im Monat vor Christi Himmelfahrt statt. Nach der Messe beginnt die festliche Prozession durch die Stadt Nin, die zu dieser Gelegenheit besonders schön geschmückt wird.
 
Pilger und Gläubige tragen die wundertätige Statue ‚Muttergottes von Zečevo‘ und singen die Hymne ‚Gute Mutter von Zečevo‘ und andere Lieder, die der Heiligen Maria gewidmet sind. Die wundertätige Erscheinung ‚Muttergottes von Zečevo‘ wird dreimal jährlich gefeiert – am 05. Mai, am offiziellen Feiertag und am 05. August.