Marktplatz

In den meisten dalmatinischen Städten ist der Marktplatz ein wahrer Genuss für alle Sinne. Zadar macht da keine Ausnahme, der Markt von Zadar ist einer der lebendigsten und buntesten in der Umgebung.

Er existiert noch aus dem Mittelalter aber der grosse offene Teil datiert aus der Zeit des II Weltkrieges, als viele Gebäude in diesem Teil der Stadt dem Erdboden gleich gemacht wurden. Einige werden noch immer rekonstruiert.
Auf den Bänken im Freien kann man die feinsten Delikatessen des mediterranen Klimas finden: alle Sorten von frischem Obst und Gemüse stammen vom Anbau aus der Umgebung. Ältere Frauen verkaufen auch selbstgemachtes Olivenöl, Schnaps und Käse, die besser schmecken als aus dem Geschäft.

Es gibt viele Metzgereien und einen Fischmarkt mit grosser Auswahl in unmittelbarer Nähe. Am besten besucht man den offenen Markt von 06h00 – 13h00 Uhr, die Preise sind pro Kilogramm und hängen von der Saison und dem Angebot ab: Bananen 6-7 kn/kg, Orangen 8-10 kn/kg, getrocknete Feigen 30-50 kn/kg, Jungkartoffeln ca. 10 kn/kg, Tomaten 10-15 kn/kg, Sardellen 10 kn/kg, Thunfisch ca. 50 kn/kg, Miesmuscheln 15 kn/kg, Kalmari 60-120 kn/kg usw…

Basketball Club Zadar

„Gott erschuf den Menschen, Zadar das Basketball!“ – sobald man die Menschen in Zadar auf Basketball anspricht, beginnen ihre Augen zu glänzen und man bekommt meist diesen Satz zu hören.

Befasst man sich dann mit der Geschichte, klingt das garnicht mehr so abwegig: bereits 1925 wurde in Zadar Basketball gespielt. Der Club KK Zadar wurde 1945 gegründet und war bisher 9 mal Meister und 6 mal Pokalsieger und ist damit die 2. Kraft im nationalen Basketball. Die Anhängerschar nennt sich Tornado und ist mit Sicherheit eine der fanatischsten und treuesten in ganz Europa. Der Fanclub wurde bereits 1965 gegründet

Friedhof Zadar

Friedhöfe, die meisten Urlauber sind nicht gerade begeistert von dem Gedanken an sie. Es muss jedoch erwähnt werden, dass einige der hochwertigsten Mauerwerke an diesen Standorten ausgestellt sind. Der Stadtfriedhof in Zadar ist der Beweis dafür, und ehrlich gesagt, wenn Sie an einem sonnigen Tag besuchen, ist es wirklich nicht so morbid.

Der Friedhof von Zadar wurde 1821 gegründet und 1854 teilweise nach dem Projekt des Architekten Valentino Presani erweitert. Im Jahr 1866 wurde es monumental und in den Jahren 1932-1933 breitete es sich außerhalb der alten Umfassungsmauern aus. Es gibt sechs neoklassizistische Kapellen mit zarten Skulpturen, monumentale Familiengewölbe in istrischem Stein oder Stein von der Insel Brač, angereichert mit Statuen aus Marmor oder Bronze, Basrelief-Medaillons und byzantinische Kreuze des angrenzenden kleinen orthodoxen Friedhofs.

Es gibt auch die Gräber einiger österreichischer Gouverneure und von Bürgern, die die Stadt in den Bereichen Geisteswissenschaften, Kunst und Politik geehrt haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Friedhof nach der Entwicklung der Stadt in den letzten Jahrzehnten stark erweitert, aber der alte monumentale Friedhof, der in den alten Mauern eingeschlossen ist, repräsentiert sein historisches Herz

Vladimir Nazor Park

Der größte Park Zadars, der seit dem Zweiten Weltkrieg nach einem der berühmtesten kroatischen Schriftsteller benannt wurde, liegt auf der größten Festung der Stadt, östlich der Halbinsel und dem Landtor.

Es wurde 1888-90 von einem österreichischen Abgeordneten, Dragutin Blažekovic, geschaffen, der in einer Adelsfamilie in Osijek (Ostkroatien) geboren wurde.
Obwohl er für die Österreicher arbeitete, war er ein Befürworter der kroatischen Rechte und trat zurück, als die Österreicher sich weigerten, ihnen zuzustimmen.

Er hinterließ der Stadt etwas Schönes – einen reich bepflanzten Park mit gewundenen Pfaden, einem Teich und einer Anhöhe, von der man einen herrlichen Blick auf das Meer hat. Er starb drei Jahre nach seiner Fertigstellung und der Park wurde nach ihm benannt – gegen seinen Willen.

Königin Jelena Madije Park

Am 16. September 1829 wurde in Zadar der erste öffentliche Stadtpark – heute Park der Königin Jelena von Madius eröffnet …
Die Stadt Zadar bekam ihren ersten öffentlichen Park als sie noch eine Stadtfestung war. Nach dem Sonnenuntergang konnte man nicht mehr aus der Stadt raus. Deshalb war der Stadtpark vierzig jahrelang wie ein Balkon für die Stadtbewohner, von dem sie einen wunderschönen Ausblick auf das offene Meer und die Umgebung hatten.

Der Park wurde am16. September 1829 von dem damaligen Militär- und Stadtverwalter Baron Franz Ludwig von Welden nach seinen eigenen Aufzeichnungen errichtet. Er war leidenschaftlicher Botaniker und dermaßen von der dalmatinischen Flora begeistert, dass er einen öffentlichen Park anlegte. Er nannte ihn „öffentlicher Stadtpark „ und schenkte ihn den Zadarer Stadtbewohnern. Diesen Beschluss konnte nur er allein treffen, da sich der Park auf der Bastion der Zadarer Festung befand und als solcher zu den Militärobjekten gehörte.

Der öffentliche Park hatte alle Merkmale der Romantik und ist wegen der Elemente der Gartenarchitektur, die sich dort befanden, höchst interessant: ein maurisches Kaffehaus, eine chinesische Pagode, ein griechischer Tempel, eine halbkreisförmige Exedra, Obelisken, eine Eisfabrik, künstliche Grotten usw. Über die Eröffnung des öffentlichen Parks schildern eine Steinüberschrift, welche heute noch erhalten blieb: (WILLKOMMEN DEN 16 SEPT 1829) und ein Buch mit Gedichten in verschiedenen Sprachen unter anderen auch in kroatischer Sprache.
Bis zu dem Zeitpunkt gab es in der Stadt keine öffentlichen Parkanlagen und die Menschen trafen sich auf einer „Weide neben dem Pinelli“.

Der neue öffentliche Stadtpark bot aber viel, er war nicht nur ein Treffplatz. Er hatte ein Kaffehaus im maurischen Stil, in welchem kalte Getränke serviert wurden und das Getränk aus „ arabischer Linse“ –  Kaffee, ein neues Heißgetränk aus dieser Zeit, angeboten wurde. Man konnte auch ein Sorbet bestellen – Eis mit gefrorenen Früchten, hergestellt in der Eisfabrik. Samstags und sonntags spielte im  öffentlichen Stadtpark Musik, es wurden verschiedene Vorstellungen vorgeführt und es fanden Sportveranstaltungen statt.

Krešimir Ćosić Halle

Die Krešimir Ćosić Halle ist eine Mehrzweckhalle in Zadar. Die Halle wurde anlässlich der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 2009 errichtet und im Mai 2008 eröffnet. Sie fasst bis zu 9200 Zuschauer und wird vor allem für Basketball- und Handballspiele genutzt.

Der Basketballverein KK Zadar trägt hier seine heimspiele aus. Die Halle trägt seit dem 3. Oktober 2008 den Namen des 1995 verstorbenen Basketballspielers Krešimir Ćosić.

Der schönste Sonnenuntergang der Welt

Die Einwohner Zadars sind überzeugt, dass man den schönsten Sonnenuntergang der Welt gerade hier an ihrer Uferpromenade sehen kann.

Aus Zadarer Sonnenuntergängen bringt man unmöglich starke Eindrücke, die bis heute nie erblassen. Wie ein mächtiges und perfekt gestelltes Symbol, welches in das Meer sinkt, ist der Zadarer Sonnenuntergang eine unvergeßlich prachtvolle Darstellung, welche die Zeit überlebt hat. Davon zeugen die berühmten Weltreisenden und die Reiseschriftsteller sowie Tausende von Ansichtskarten des Sonnenuntergangs von der Zadarer Uferpromenade: in Zadar kann man den schönsten Untergang der Welt sehen und erleben.

Über diese hypnotische und visuelle Sensation hat vielleicht am schönsten der berühmte Alfred Hitchcock geschrieben. Anläßlich seines Besuches in Zadar im Mai 1964 hat der Maestro bei der Beobachtung der Pracht vom Sonnenspiel festgestellt: „Zadar hat den schönsten Sonnenuntergang in der Welt, schöneren sogar als in Key West in Florida, wo man jeden Abend den Untergang mit Klatschen erwartet.“ 

Begeistert und inspiriert durch dieses Erkenntnis, hat der große Meister der Filmspannung versucht, mit seinem Photoapparat aus dem Zimmer 204 des Hotels Zagreb die Schönheit der sinkenden Sonne einzufangen. Sein Besuch der Stadt und seine Wörter sind ein Memento zur Sonne, welche beim Werfen ihrer letzten Strahlen nie stirb. Wie auch die Erinnerung an den Besuch des großen Hitch ni sterben wird.

Die Zadarer Sphinx

Zadar wird Sie immer wieder mit seinen zahlreichen Denkmälern, Geschichten und Erzählungen über vergessene Teile der reichen Vergangenheit der Stadt überraschen. Eine von diesen Erzählungen ist die von der Zadarer Sphinx.

Falls Sie das Stadtviertel Brodarica besuchen wollen, raten wir Ihnen den Weg von dem Zadarer Stadtkern zu kürzen, indem Sie die traditionelle Bootsfahrt mit den „barkajoli“ nehmen. In diesem kleinen Ruderboot werden Sie die zwei Ufer des städtischen Hafens in knappen 1,5 Minuten überqueren, und bei Điga genau vor der Haus Luxardo – dem ehemaligen Gebäude der Fabrik Maraska aussteigen. Auf einem angenehmen Spaziergang entlang der Promenade in Richtung Nordwest werden Sie in zehn Minuten zu einem der schönsten Stadtteile kommen.

Alte Villen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaut wurden, sind immer noch unglaublich schön und einige von ihnen haben wunderschön eingerichtete Gärten. Vor solch einer Villa in der Bucht Maestral (Dražanica), werden Sie bestimmt mit Überraschung die Zadarer Sphinx erblicken!